« Back

Der Pergamonaltar – eine Bestandsaufnahme

Vortrag, 24.04.2018, Vortragssaal des Museums für Asiatische Kunst SMB, Berlin Dahlem, Eingang Takustraße 40

Der Pergamonaltar – eine Bestandsaufnahme

Hon.-Prof. Dr. Volker Kästner (Berlin) widmet sich einem Projekt zur vollständigen Bestandsaufnahme der erhaltenen Überreste des Pergamonaltars.

Unser Bild vom Großen Altar in der überaus publikumswirksamen Teilrekonstruktion im Pergamonmuseum beruht hauptsächlich auf Arbeiten der Bauforschergeneration des 19. Jhs.: die Vorberichte von Richard Bohn sowie die Publikationen der Ergebnisse der Ausgrabungen der Berliner Museen im 19. Jh. von Jakob Schrammen und Hermann Winnefeld. In den nunmehr 140 Jahren nach Beginn dieser Ausgrabungen haben bekannte Bauforscher und Archäologen – wie z. B. Wilhelm Dörpfeld, Arnim von Gerkan, Heinz Kähler und Wolfram Hoepfner – versucht, dieses Bild in Teilaspekten zu präzisieren. Allen diesen Forschungen gemeinsam ist, dass sie sich jeweils nur auf eine Auswahl des Fundmaterials stützen konnten. Ein Desiderat der Forschung ist bis heute eine vollständige Bestandsaufnahme der erhaltenen Überreste dieses für die antike Zeit ungewöhnlich materialreich überlieferten Monumentes. Eine Zusammenschau der in Bergama und Berlin aufbewahrten sowie der noch im Umkreis der Altarruine anzutreffenden Bauglieder kann unser Bild vom Altarbau weiter vervollständigen sowie Erkenntnisse zum Bauablauf liefern. Gleiches gilt für die beiden Friese und die bauplastische Ausstattung, deren erhaltenes Material sich hauptsächlich in Berlin befindet. Dieser Aufgabe widmet sich ein Langzeitprojekt, das in den 1990er Jahren von der DAI-Grabung in Pergamon unter der Leitung von Wolfgang Radt in Zusammenarbeit mit Manfred Klinkott (TU Karlsruhe) und der Berliner Antikensammlung begonnen wurde.